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Farbrichtiges Arbeiten
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Tipps für farbrichtiges Arbeiten
Erfahrungen von Dr. Arthur A. Keller
Farbdruckseminare: Für 2007 werden noch Terminwünsche angenommen.
für Gruppen ab 2 Personen sind Extratermine möglich!
Ort: Kunsthaus Schwanheide
Je Teilnehmer 199.- Euro inkl. 7% MWST

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Monitoreinstellung
Hintergrundbild
RGB-Farbräume
Konsequenzen für die Datenanlieferung
Anlieferung von PDF-Dateien für den Farblaser (z.B. Kalenderdruck)
Monitoreinstellung

Wie sich inzwischen aus der Praxis der Profilerstellung besonders auch für den Hobby- bzw. engagierten Amateurbereich ergeben hat, reicht es nicht, dem Drucker ein Profil zu verpassen und auf bessere Druckergebnisse zu hoffen. Diese werden zwar eintreten, allerdings gibt es Fehler, die das erreichte Ziel gefährden können.

Die Einstellung des Monitors ist eine äußerst wichtige Angelegenheit, denn wie soll der Benutzer Fotos am Bildschirm bearbeiten, wenn ihm der Monitor nicht das anzeigt, was wirklich in der Datei steht.

Studieren Sie bitte gründlich die Bedienungsanleitung Ihres Gerätes. Die meisten Monitore erlauben den Abruf vordefinierter Einstellungen, z.B. für die äußerst wichtige Farbtemperatur.

Wer engagiert Fotos bearbeitet, am besten noch für späteren Offsetdruck, dem rate ich dringend, seinen Monitor auf 5000 K* ( es geht auch noch 6500 K) Farbtemperatur einzustellen (jedenfalls nicht 9000 K!) und den Gammawert am besten auf 1.8 zu setzen. Das sieht zwar im ersten Moment gewöhnungsbedürftig aus, alles wirkt zunächst gelblich, auch weich und ein wenig matschig, Sie werden aber später merken, daß es sich so viel besser arbeitet. 

Den Gammawert kann man evtl. am Monitor einstellen, oftmals hat auch die Grafikkarte eine Option, den Gammawert anzupassen oder sogar verschiedene Einstellungen zu speichern. Eine weitere Option ist die Verwendung von Adobe Gamma, welches mit Adobe Photoshop installiert wird (Windows Systemsteuerung oder Mac Kontrollfeld). Noch besser ist ein professionelles Meßgerät hat, um diese Einstellungen zu überprüfen und in ein Bildschirmprofil zu schreiben. Inzwischen sind solche Meßgeräte mit passendem Programm schon für 150.- bis 250.- Euro zu haben. Wir raten dringend dazu! Diese können oft auch definierte Einstellungen mit hoher Genauigkeit herbeiführen und z.B. auch mehrere verschiedene Monitore aneinander angleichen.

Oft helfen auch kleine Programme von Monitorherstellern, mit denen man kontrollieren kann, ob Helligkeit und Kontrast korrekt eingestellt sind.

Beachten Sie bitte, daß Sie ein korrektes Monitorprofil verwenden, z.B. in der Windows-Systemsteuerung unter Anzeige - Farbverwaltung dem Monitor zugewiesen. Photoshop 7 verwendet dieses z.B. ohne weitere Rücksprache mit dem Benutzer für die Korrektur der Bildschirm-Ansicht (Anzeige-Profil)!

Stellen Sie bitte NIEMALS (!!!) den Monitor nach irgendwelchen Ausdrucken ein!

Hintergrundbild: 

Es gibt unter www.eci.org kostenlos Dateien zu laden, die verschiedene Hintergrundbilder für den Bildschirm enthalten. Jedes Bild ist für eine bestimmte Bildschirmauflösung gedacht. Eine Anleitung ist dabei. Das passende Bild sollten Sie als Hintergrund-Bild aktivieren. Vorteil: man sieht sofort, ob der Monitor gravierende Abweichungen hat. Es ist ein Gamma-Indikator dabei, der zeigt, wie das Bildschirmgamma ist. Es wird angezeigt, ob Helligkeit und Kontrast korrekt sind und ob der Monitor ein farblich gleichmäßiges Bild hat. Sehr zu empfehlen, unsere Rechner wurden alle so ausgestattet.

Für die, die sich eine Monitor-Kalibrierung nicht leisten können oder wollen, ist das zumindest eine preiswerte Methode, den Bildschirm im wesentlichen korrekt einzustellen. Auch nach Profilierung macht das Sinn, da man während der Arbeit mit einem Blick prüfen kann, ob sich etwas geändert hat.

Beleuchtung des Arbeitsplatzes:

Es ist zwar so, daß sich das menschliche Auge innerhalb einiger Minuten an farbstichige Beleuchtung adaptiert und diese von ungeübten Beobachtern nicht mehr oder kaum noch als farbstichig empfunden wird. 

Vergleichen Sie aber jetzt den Fotoabzug, den Sie soeben eingescannt haben, mit Ihrem Bildschirm, ergibt sich das Problem, daß Ihre Glühlampe mit vielleicht 2000 K Farbtemperatur (= sehr warmes, rötliches Licht) Ihren Abzug beleuchtet und der Monitor mit 9000 K (ausgesprochen blaustichig und kalt) Ihren Scan anzeigt. Zu allem Überfluß haben Sie vielleicht noch ein Normlichtpult (5000 K = mittleres Tageslicht) mit einem Dia des Motivs neben Ihrem Monitor liegen. Das kann nicht gut gehen, da hier auch die Gewöhnung nicht greift und Sie jedes dieser Bilder anders sehen.

Auch Tageslicht kann fatal sein, wenn z.B. blaues Himmelslicht mit 10.000 K (eiskalt und blau) auf den Abzug fällt oder auch das oft sehr kalte Licht eines nebligen Tages (kann auch durchaus mehr als 8000 K erreichen).

Daraus ergibt sich, am Monitor für eine helle und möglichst gleichmäßige und konstante Beleuchtung zu sorgen. Ich empfehle dazu eine (recht preiswerte) Leuchtstoffröhre mit ca. 5000 K Farbtemperatur und ganz wichtig, einem Farbwiedergabeindex über 90. Eine Typenbezeichnung könnte z.B. "950" lauten, (9 für die Farbwiedergabe und 50 für die Farbtemperatur von 5000 K) Tagelicht Deluxe oä. Es gibt mehrere Hersteller solcher Röhren.

Nur so können Sie gewährleisten, daß Sie optimal die Farben aller Vorlagen abstimmen können. Es gibt im Handel für viel Geld auch professionelle Beleuchtungssysteme zur Kontrolle und Bildschirmabstimmung, die aber zumindest im Amateurbereich entbehrlich sein dürften.

RGB-Farbräume

Es gibt mindestens 18 offiziell definierte RGB-Farbräume!

Zum Verständnis muß man einfügen, daß eine RGB-Angabe in einem Bildprogramm z.B. R=100 G=100 B =100 ein relativer Wert ist, der erst im Zusammenwirken mit den Eckpunkten des RGB-Farbraumes (den "absoluten" X,Y,Z-Werten), dem Gamma-Wert und dem Weißpunkt einem Programm die Zuordnung ermöglicht, wie diese Angabe in konkrete Farbe umzusetzen ist. 

Man spricht deshalb auch von einem geräteabhängigen Farbraum. Gleiches gilt übrigens auch für CMY oder auch CMYK!

Lediglich LAB (auch als CIE-LAB bezeichnet) und das oft als Grundlage für Farbmanagement benutze XYZ-Farbmodell sind geräteunabhängige Farbmodelle.

sRGB (=Standard-RGB, auch bezeichnet als "IEC 61966-2.1 default RGB-Colour space - sRGB") wurde erfunden, um einen "einheitlichen" RGB-Farbraum zu schaffen. Es ist aber ein relativ kleiner Farbraum, was den Vorteil hat, daß viele Geräte auf jeden Fall diese Farben wiedergeben können.

Für hochwertige Farbarbeiten wird oft ECI-RGB (=NTSC 1953 Ga 1.8 5000K) empfohlen oder Adobe 1998.

Wer sRGB verläßt, sollte wissen, was er tut, da es sehr leicht zu Fehlern im "Workflow" kommen kann. Prüfen Sie unbedingt Ihre "Workflow"-Kette, ob alle Anwendungen den eingestellten Farbraum auch durchhalten können oder zumindest die Daten diesbezüglich nicht verändern oder Farbprofile aus den Dateien heimlich entfernen.

Achtung beim Einfügen von Bildern über die Zwischenablage, z.B. auch Bildschirmfotos! Hier kann es dazu kommen, daß sie in Standard-RGB eingefügt werden! 

Anfänger sollten im Zweifel bei sRGB bleiben. Vorsicht bei Wechsel im Workflow zwischen farbmanagementfähigen Programmen (Bild- und Grafikprogramme)  und Office-Anwendungen. Achtung auch bei importierten Bildern von Scannern und Digital-Kameras. Hier muß sichergestellt werden, daß der gleiche Arbeitsfarbraum verwendet wird, sonst kommt es zu massiven Farbabweichungen. Die Office-Anwendungen verwenden bisher sRGB als Arbeitsfarbraum!

Als neuer RGB-Farbraum insbesondere für die medienneutrale Datenhaltung wurde LStar-RGB geschaffen. Es handelt sich erstmals um einen "gammafreien" RGB-Farbraum, der sich absolut linear verhält und ähnlich LAB besonders gut an die Sehgewohnheiten des menschlichen Auges angepaßt ist. Er ist eine Weiterentwicklung des grossen ECI-RGB-Farbraums und hat diesselbe Größe. Wir verwenden LStar-RGB als Arbeitsfarbraum und können das nur empfehlen.

Nähere Infos und das Profil erhalten Sie hier: http://www.LStar-RGB.de

Ganz wichtig zu wissen ist, daß gleiche RGB-Werte in verschiedenen RGB-Farbräumen nicht dieselbe Farbe ergeben!

Deswegen muß das Bild beim Öffnen ggfs. in den eingestellten Arbeitsfarbraum konvertiert werden oder aber zumindest mit einem eingebetteten Farbraumprofil versehen sein, welches den Arbeitsfarbraum definiert und zum Ausdrucken auf dem Fremdrechner benutzt wird. 

Wenn kein Profil eingebettet ist und keine Angabe über den verwendeten Arbeitsfarbraum vorliegt, können wir dem uns zum Drucken übergebenen Bild beim Öffnen nicht unbedingt ansehen, aus welchem Farbraum es stammt! Wir gehen dann von sRGB aus und müssen hoffen, daß es stimmt. Falls nicht, kann es zu deutlichen Farbverschiebungen kommen.

Wie unterschiedlich RGB-Farbräume sein können zeigt Abbildung 1 (6 Bilder) in verschiedenen Darstellungsarten.

Verschiedene RGB-Farbräume, sRGB gegen ECI-RGBVerschiedene RGB-Farbräume, sRGB gegen ECI-RGB
Verschiedene RGB-Farbräume, sRGB gegen ECI-RGB

Die drei Eckpunkte des jeweiligen Dreiecks definieren zusammen mit dem Weißpunkt (Kreuz = RGB 255-255-255) und dem Gammawert den Farbraum in den X,Y,Z-Koordinaten.

(Kodak) sRGB (schwarze Linie) zeigt den kleinsten Farbraum. 

Achtung: Verwechslungsgefahr!! IEC.61966 Default RGB Colour Space sRGB (Gamma 2.1, grüne Linie) ist ähnlich dem Kodak sRGB ein kleiner Farbraum und entspricht NICHT dem größten RGB-Farbraum ECI-RGB (NTSC Gamma 1.8 D50) in 1.1-3 mit roter Linie markiert.

Es wird wohl jedem ersichtlich, daß die oben abgebildeten Farbräume nicht identisch sind und bei falscher Wahl des Farbraumes bei Öffnen der RGB-Datei zwangsläufig farblich abweichende Bilder aus dem Drucker kommen würden.

Obwohl der Leinwanddruckfarbraum nicht zu den größten gehört, gibt es dort viele Farben, die der Drucker drucken könnte, die aber nicht im Farbraum sRGB enthalten sind. Dieses betrifft besonders den Cyan-Grün-Bereich. Deswegen sollten Profis möglichst größere Arbeitsfarbräume als sRGB wählen. Abgebildet ist unten sRGB in einem 3D-Schnitt bei Helligkeit L=50 und bei Helligkeit L=85, blau innen der Leinwand-Farbraum EPI.

Im Cyan-Grün-Bereich kann auf Leinwand deutlich mehr gedruckt werden als im sRGB enthalten ist

Im Gelb-Bereich kann auf Leinwand mehr gedruckt werden als im sRGB enthalten ist

Das ECI-Originalprofil gibt es auf der Seite www.eci.org, die Weiterentwicklung LStar-RGB erhalten Sie hier: www.LStar-RGB.de

Und hier ist er nun, der "Star" unter den RGB-Farbräumen: der gammafreie LStar-RGB im Vergleich zu unserem Leinwand-Druck-Farbraum im Querschnitt bei Helligkeit 50%  / L=50. Nichts geht verloren an vorhandenen Farben. 

Vergleich LStar-RGB gegen Leinwand EPI

Wie z.B. in Photoshop die RGB- Einstellungen (Version 5) aussehen könnten, sehen Sie an diesen Bildschirmfotos:

Abbildung2: 

Wahl des Arbeitsfarbraumes und Anzeige der zugehörigen Werte in Photoshop 5.0

Die Einstellwerte Zielgamma, Monitorweiß, Primärfarben werden entsprechend des ausgewählten RGB-Arbeitsfarbraumes aus dem Rollup-Menü vorgewählt. 

Hier wurde das IEC-RGB modifiziert, Gamma auf 1,8, Weißpunkt auf 5000 K (mittleres Tageslicht), Primärfarben CIE-RGB (Primärfarben definiert die Eckpunkte des Farbraumes) und diese Modifizierungen unter dem Namen "iec_ak_1.8_5000k" abgespeichert. Anmerkung des Verfassers: Achtung: CIE-RGB nicht mit ECI-RGB verwechseln!!

Farbeinstellung Photoshop 5

In Abbildung 3 zeigt das ausgerollte Menü die wählbaren sog. "Arbeitsfarbräume", d.h. den RGB-Farbraum, in dem die Daten vorliegen können. Das Farbprofil, was den "Anzeigefarbraum beschreibt (= der Farbraum des Monitors, mit dem Sie das Bild anzeigen) , finden Sie in Abbildung 1 unten, in diesem Fall "Atelier2_g18_5017k_080900" bezeichnet.

Das ist das Profil, welches Sie über die Systemsteuerung mittels Adobe Gamma erstellen können. Die Wahl eines anderen Profils würde Ihre Bildschirmanzeige ändern, sofern Sie "Anzeige mit Monitorausgleich" aktiviert haben, aber nicht den Inhalt Ihrer Datei!

Nicht alle Programme sind in der Lage, unterschiedliche RGB-Profile zu verwenden, bzw. zwischen Arbeitsfarbraum und Anzeigefarbraum zu trennen, Office-Anwendungen können das nicht, auch manche Bildprogramme beherrschen das immer noch nicht.  Deutliche Farbverfälschungen in Anzeige und Druck können die Folge sein. 

Dieses Problem kann auch bereits eintreten, wenn in einem Programm die Bilder nicht in sRGB als Arbeitsfarbraum bearbeitet werden und dann aber (ohne eingebettetes Profil) aus einer Anwendung gedruckt werden, die sRGB als Arbeitsfarbraum vorsieht bzw. eingebettete Profile nicht berücksichtigt, z.B. Office-Anwendungen.

Besitzer von Adobe Photoshop können das in Abbildung 1 unten unter "Monitor" angezeigte Monitorprofil erstellen, in dem sie die Anwendung "Adobe Gamma"  in der Windows Systemsteuerung oder das MAC Kontrollfeld starten. Achtung: diese greift direkt in die Bildschirmanzeige ein, achten Sie darauf, daß hier nicht bestehende Farbprofile verändert werden / dadurch ungültig werden bzw. Einstellungen, die im Menü der Farbsteuerung der Grafikkarte wirken, verändert werden, sozusagen eine Doppelkorrektur stattfindet.

Konsequenzen für die Anlieferung von Daten
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Farbraum:

Versuchen Sie bitte, wenn irgend möglich, sich darüber klar zu werden, in welchem Farbraum die Datei, die Sie uns zum Ausdrucken geben, vorliegt. Besonders gilt dies für Bilder aus Digital-Kameras. Viele Digital-Kameras erlauben die Ausgabe in vordefinierte Farbräume, z.B. Adobe-RGB. 

Bekommen wir keine Informationen darüber, müssen wir von sRGB ausgehen und haften dann nicht für Farbabweichungen. Ein kleiner Kontroll-Ausdruck kann hilfreich sein, ist aber nicht als farbverbindlich zu betrachten, es sei denn, wir hätten Ihnen den Drucker vermessen.

Eine Idee (bei Fotografen beliebt) sollten Sie bitte auch ganz schnell vergessen: den Bildschirm auf irgendwelche Drucke von Dienstleistern hin einzustellen oder die Dateien für bestimmte Dienstleister vorab in bestimmter Manier zu verändern.

Für CMYK gilt: es gibt nicht DEN CMYK-Farbraum! Man kann das gar nicht oft genug wiederholen!

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Bildbearbeitung:

Generell sollten Bilder in RGB (evtl. auch LAB) bearbeitet werden und erst ganz zum Schluß bei der Ausgabe z.B. für den Offsetdruck oder zu einem CMYK-Gerät mit einem passenden Farbprofil in das entsprechende CMYK-Bild gewandelt werden. Falls Sie von uns keine Druckerprofile für das entsprechende Medium haben: als ganz grobe Abschätzung können sie das RGB-Bild nach CMYK (z.B. Profil Kodak Swop gestrichen) wandeln und visuell am Bildschirm ansehen, was dann an Farben übrigbleibt. 

Wenn möglich, ist für alle Farbbearbeitungen RGB-48 bit zu verwenden, besonders bei großen Farbräumen wie ECI-RGB. Der Grund ist, daß pro Farbe 4096 Abstufungen gegenüber 256 bei RGB-24bit zur Verfügung stehen und es nicht so leicht zu Farbabrissen kommt.

Einige Effektfilter arbeiten nicht bei 48 bit, deshalb sollte man diese Bearbeitungen bis zum Schluß aufheben und vorher das Bild nach 24 bit RGB wandeln.

Vorsicht auch beim Schärfen, hier kann sehr viel irreversibler Schaden angerichtet werden.

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Speichern:

Speichern Sie bitte Bilder im TIF-Format mit oder ohne LZW-Kompression, diese Kompression ist verlustfrei. JPG geht auch, bitte bedenken Sie, daß mit jedem Speichern wegen „Blockfehlerbildung" die Qualität schlechter wird. Im Zweifel JPG nur bei Kopien eines Bildes verwenden, z.B. für email-Versand. Tendenziell raten wir von JPG für hochwertige Großdrucke generell ab! Sie sollten auch die Kamera auf TIF oder RAW-Daten einstellen.

Anlieferung für den Farblaser-Drucker, z.B. als PDF-Datei

Die Xerox Docucolor 240 kann sowohl RGB-Daten als auch beliebige CMYK-Daten verarbeiten. Wichtig ist, daß ICC-Profile eingelagert sind. Es kann auch mit CMYK-Simulationen gedruckt werden, z.B. IsoCoated, Kodak Swop, DIC etc.

Bitte zur Profil-Verwendung besonders bei PDF beachten:

Erstellen Sie Ihre Daten möglichst in RGB. Das gilt auch für Grafikelemente! Orientieren Sie sich an der Farbraum-Warnung, die Sie aus dem eingestellten Druckprofil in Ihrem Layout-Programm entnehmen können. Wir können Ihnen das passende Druckprofil  für unseren Farblaser zur Verfügung stellen. Wählen sie besonders für Grafikelemente keine Farben aus, die als
"out of gamut" markiert sind.

Falls die Daten primär aus einem Farbraum größer als sRGB stammen, behalten Sie diesen bei. Erstellen Sie eine RGB-PDF-Datei und betten Sie wenn irgend möglich die Arbeitsfarbraum-Profile ein. Geben Sie sicherheitshalber auch an, aus welchem RGB-Farbraum die Datei stammt. Vermeiden Sie es, Bilder aus unterschiedlichen Farbräumen ohne Konversion in einem Dokument zu halten, auch wenn so etwas nach neuestem Farbmanagement theoretisch möglich ist. Es gibt da einfach noch zu viele Fallstricke.

Bei Corel Draw und Photopaint (ab Version 10, auch bei 9?) wird dann korrekt ein Arbeitsfarbraum-RGB-Profil in die PDF-Datei eingebettet, wenn Sie in der Farbverwaltung eingestellt haben, daß bei "Export" ein Profil (bestimmtes oder internes Profil) eingebettet werden soll und Sie die Funktion PDF erstellen aus Corel Draw oder Photopaint nutzen.

Eine Simulation des Drucks mit dem Profil erhalten Sie nur in entsprechenden Programmen bei eingeschalteter Druckersimulation (Softproof)!

Wir hoffen, Sie haben alles verstanden.

Falls nicht, wählen Sie die sichere Methode: alles in RGB erstellen, Arbeitsfarbraum angeben und eine RGB-PDF-Datei erstellen, zur Not in sRGB.

 

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Anmerkungen:

* K = Kelvin, Einheit für die "Farbtemperatur", d.h. Farbton eines glühenden Körpers bei dieser Temperatur, kann mit einem Farbtemperaturmessgerät gemessen werden. Mittleres Tageslicht in der Sonne oder bei leicht bedecktem Himmel hat ca. 5000 - 5500 K. Werte über 5000 wirken kälter, unter 5000 wirken optisch wärmer. Rotglut hat ca. 1000 K.

© Arthur A. Keller, Kunsthaus Schwanheide, Stand 30.11.08

Alle genannten Warenzeichen und Schutzmarken sind Eigentum der jeweiligen Inhaber.
Alle Angaben nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr!

Haben Sie Anregungen oder Kritik, freuen wir uns von Ihnen zu hören.