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Gamutwarnung, Rendering Intent und Bildanpassung
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Die Farben sollen im Ausdruck stimmen. Das ist unser Ziel.
Der Weg dorthin ist steinig.
Diese Seite richtet sich an "Profis"
der Bildbearbeitung und solche, die es werden wollen.
Wer uns Bilder zum
Ausdrucken schicken möchte, sollte sich nicht erschrecken lassen und Sie
müssen das nicht vorher lesen.
Schicken Sie
uns Ihr Bild und wir erledigen den Rest.
Nur eines sollten wir möglichst wissen: aus
welchem RGB- oder evtl. auch CMYK-Farbraum stammt die Datei.
Wer
übliche Programm- und Fotoapparat-Einstellungen verwendet, arbeitet am
wahrscheinlichsten im Standard-RGB-Farbraum (S-RGB).
Wer es aber genauer wissen will und die Bilder selbst optimal aufbereiten
möchte oder wissen will, warum es zu Farbabweichungen kommen kann, für den haben wir diese Seite gemacht.

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Verschiedene Druckmedien können sehr unterschiedliche
Farbräume haben. Die Spanne reicht von Hochglanzpapier mit großem bis sehr
großem Farbraum über Leinwand zu Zeitungspapier oder Altpapier mit einem sehr
kleinen Farbraum. Außerdem hat auch der Bildschirm einen bestimmten Farbraum.
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Wenn Quell- und Zielfarbraum in der Größe voneinander
abweichen, bedeutet das, daß das zu druckende Bild auf jeden Fall zumindest in
Teilen anders, auch gegenüber dem Monitor, aussehen wird. Immer und ohne
jede Ausnahme! Lassen Sie sich von niemandem etwas anderes
einreden.
Die Farbräume müssen zum Drucken
angepaßt werden, da sie nicht 1:1 aufeinander abzubilden sind. Die
Strategie, mit der dieses erfolgt, wird als "Rendering
Intent = Wiedergabe-Absicht" bezeichnet. Mehr dazu weiter
unten.
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Letztlich geht es um drei Probleme:
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diese Abweichungen, auch
gegenüber dem Bildschirm, für
den Betrachter möglichst gering zu halten, |
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den Charakter des Bildes zu wahren
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das Optimum aus dem Druckmedium an Farbwiedergabe herauszuholen. |
Beim Ausdrucken müssen die RGB-Werte der Datei (255, 255,
255 für Weiß und 0, 0, 0 für Schwarz so auf das Druckmedium abgestimmt
werden, daß sich eine optimale Verteilung aller dazwischen liegenden Tonwerte
ergibt. Die RGB-Werte sind dabei relative Zahlenangaben.
Auf dem Papier zu messen sind dagegen die Dichte oder die
absoluten Farbwerte z.B. im X, Y, Z-System oder in CIE-LAB.
Das Papierweiß bewegt
sich im LAB-System gemessen im Bereich von L 92 - 96, oft durch optische
Aufheller stark ins Blau abweichend (b-Wert bis -12). Bei Zeitungspapier erhält
man z.B. ca. L=82, a=0 und b=3 als Weißton.
Gedrucktes Schwarz hat eben nicht den
Wert L=0 sondern bewegt sich in Bereichen L=6 für Hochglanzpapier und L= 16-25 für Leinwand oder ca. 30 für einfache Papiere.
Der erste Schritt ist nun, ein ICM-Druckprofil für das zu
bedruckende Medium zu erhalten, von einem Dienstleister (z.B. von uns)
oder selbst gemessen, sofern die Ausstattung vorhanden ist. Für den Anfang kann
auch
zunächst ein Standard-Profil des Druckerherstellers helfen.
Prinzipiell müssen zunächst der Weißpunkt und der Schwarzpunkt
an das Ausgabemedium angepaßt werden. Insgesamt wird dieser Vorgang der Stauchung
aller Farben auf der Helligkeitsachse (L=Luminanz-Achse im LAB-Farbsystem)
auch als Helligkeitskompression bezeichnet.
Das Druckprofil steuert die Umsetzung des Weißpunktes des
Ausgabe-Farbraumes zum Weißpunkt des Druckprofils. Andernfalls würden alle
Helligkeiten über dem Papierweiß (Spanne zwischen L=95 z.B. und L=100) schlicht abgeschnitten.
Beim Schwarzpunkt ist das Problem, daß auch hier ein
Ausgleich stattfinden müßte. Das bedeutet, RGB 0, 0, 0 = LAB 0, 0, 0
müßte z.B. auf den untersten druckbaren L-Wert, besser 4 Einheiten höher,
z.B. LAB 16-20, 0, 0 bei Leinwand angehoben werden und alle weiteren
dunklen Farben ebenfalls.
Es darf im
zum Drucker gesandten Bild keine Farbe geben, die einen L-Wert
unterhalb des Schwarzpunktes hat, da diese pechschwarz drucken würde. Weitere
Details zu diesem Problem siehe unten bei "Rendering Intent" und
beim Kugelmodell. Außerdem kann es dazu kommen, daß Farben auch auf
Grund zu hoher Sättigung nicht korrekt gedruckt werden können.
Weitere
Erläuterungen zur Farbraum-Umsetzung: das Kugel-Model

In guten Bildverarbeitungsprogrammen kann man auf Grund
des Druckprofils für das jeweilige Medium eine "Farbraum-Warnung"
einschalten, auch Gamutwarnung genannt.
Manchem, der sie versehentlich einschaltete, hat die
Gamutwarnung schon einen gehörigen Schreck eingejagt, sind doch Teile des
Bildes plötzlich giftgrün oder andersfarbig auffällig markiert. Hier liegt nicht ein Fehler in der Datei
vor, sondern das Bildverarbeitungsprogramm hat aufgrund des eingestellten
Farbprofils für den Drucker ermittelt, daß die markierten Teile
farblich falsch gedruckt werden, weil sie sich außerhalb des druckbaren
Farbraumes befinden und überlagert sie mit einer voreingestellten Warnfarbe.
Das ändert nur die Bildschirmansicht, nichts an der Datei selbst!
Leider hat die Sache einen Schönheitsfehler: Es wird im Bild
nicht
angezeigt, wieweit der Abstand der Farbe von der noch möglichen Druckfarbe ist,
d.h. der Grad der Abweichung im Druck wird dem Betrachter so nicht mitgeteilt.
Wenn man dann die Warnung ausschaltet, kann man sich in guten
Bildverarbeitungsprogrammen anzeigen lassen, wie der Drucker mit dem
eingestellten Profil das Bild drucken würde (=Drucker simulieren, Softproof).
Dieses setzt voraus, daß sowohl der
Bildschirm korrekt
eingestellt und am besten vermessen ist und auch ein korrektes
Druckerfarbprofil
vorliegt und unterstreicht, wie wichtig ein solches
ist.
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Wichtige
Tipps:
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In Corel Photopaint (ab Version 9) und auch in
Adobe Photoshop (nicht bei Photoshop Elements 2.0) wird bei Einblenden des Andockfenster Farbe neben dem mit der
Pipette gemessenen Farbfeld ein kleineres Farbfeld-Kästchen (man übersieht es leicht!)
mit dem je nach eingestellten Farbprofil druckenden Farbton dargestellt. Das
Kästchen erscheint nur, wenn die gemessene Bildfarbe außerhalb des Farbraumes ist! |
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Eine weitere, sehr wichtige und ebenfalls leicht übersehbare Funktion ist bei Corel
Photopaint (ab Version 10) die, die Gamutwarnung separat in das Andockfenster Farbe
einzublenden. Das Einschalten erfolgt durch Klick auf den kleinen schwarzen
Pfeil oben rechts und Aktivieren von "Gamut-Alarm" im
eingeblendeten Menü. |
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Bei Benutzung der Farbsonde im Bild wird im
Andockfenster gezeigt, wo die gemessene Farbe zu liegen kommt. Dadurch
ist auch eine recht gute Abschätzung der Farbverfälschung möglich. Durch den
Schieberegler kann außerdem "quer durchs Spektrum" der Farbraum in der
Größe abgeschätzt werden. Man betrachtet dabei die Projektion der "seitlichen
Ausladung" des Farbraums, den man durch Bewegen des Schiebereglers
über das daneben abgebildete Spektrum gewissermaßen wie einen
(halbierten) Kreisel rotieren lassen kann. Links senkrecht ist die
Helligkeitsachse = Mittelachsel dieses Kreisels.
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In Photoshop CS ist es so, daß die Farbraum-Warnung im Bereich der
Graustufen und Schwarz nur bei Vorgabe des Rendering Intents "Absolute
Farbmetrik" korrekte Werte liefert, auch dann, wenn man die
"Tiefenkompensierung" ausschaltet. Das ist unsinnig, weil diese
Töne relativ farbmetrisch ohne Tiefenkompensierung total falsch
drucken würden und daher als "nicht ohne Abweichung
druckfähig" markiert gehörten. |
 | Leider
mußten wir feststellen, daß die sehr hilfreiche Farbumfangs -
Warnung bei Profilen, die mit Hilfe diverser Profil -
Erstellungs - Softwares erstellt wurden, in Verbindung mit Corel Photopaint (Photoshop und andere
Programme wurden diesbezüglich nicht getestet) einen total
falschen Farbraum anzeigt. Der Ausdruck selbst ist davon nicht
betroffen.
Entweder
wurde der Farbraum viel zu klein oder viel zu groß angezeigt,
beides für die Vorhersage des Druckergebnisses total unbrauchbar.
Die einzige löbliche Ausnahme bildet Prinect 5.1 = PrintOpen 5.1
der Heidelberger Druckmaschinen, hier wird der Farbraum in seinem
Umfang korrekt angezeigt, weswegen wir dieses Programm auch zur
Erstellung unserer Profile verwenden. Auch bei
der älteren Version PrintOpen 3.1 stimmt es, die Version 4 wurde nicht
getestet. Das gute Ergebnis von Heidelberg-Profilen soll an einer separaten Tabelle in den Profilen
liegen. |
  
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Bild oben: Farbverwaltung in Corel 10 (und folgende):
1: Auswahl Farbengine (Kodak empfohlen) und Wiedergabe-Absicht = Rendering
Intent. Farbmetrik wurde falsch übersetzt und steht für perceptiv =
fotografisch.
2: Hier klicken für Auswahlmenü 1.
3: Hier wird die Drucker-Simulation eingeschaltet, das Profil unter 4
eingetragen. Unter dem Bildschirm das Anzeige-Profil (korrigiert die Anzeige
bezüglich des verwendeten Bildschirms).
6: Ganz wichtig: der Arbeitsfarbraum = Farbraum, in dem die geöffnete Datei
vorliegt.
7: Farbraumwarnung ins Farbauswahlfenster eingeblendet
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Bei Klick auf 1 öffnet sich das Menü, wo die
Farbraum-Warnung eingeschaltet und eine Farbe dafür gewählt werden kann (5).
Bei 3 könnte man wieder nur auf die Bildschirm-Anzeigekorrektur schalten
(vorher Gamutwarnung abwählen!).
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Die Gamutwarnung ist zunächst einmal einfach eine Anzeige,
daß in bestimmten Bildbereichen beim Ausdruck mit Farbverfälschungen zu
rechnen ist. Je nach Umfang dieser Bereiche und nach dem gewählten Rendering
Intent (s.u.) kann das allerdings
Farbverfälschungen des gesamten Bildes nach sich ziehen, da beim Überführen
der nicht druckbaren Farben in druckbare auch die Nachbarfarben angepaßt
werden.
Wenn die Farbraum-Warnung Teile des Bildes als nicht druckbar
anzeigt, ist in keinem Fall mit einem 100%ig korrekten sprich unveränderten
Ausdruck des Bildes zu rechnen.
Die Aussage mancher Dienstleister, "wir drucken wie Sie es auf dem
Bildschirm sehen" stimmt nur für den Fall, daß alle Farben des
Quellfarbraumes (Bild) im Zielfarbraum (Druck) liegen UND mit dem Rendering Intent
"Relative Farbmetrik" auf einem tadellos profilierten Drucker
ausgegeben wird. |
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Es gibt verschiedene Methoden, Rendering Intent (RI)
genannt, die Farben eines Bildes / einer Datei aus dem Quellfarbraum in einen
bestimmten Ziel-Farbraum, der durch das Druckerfarbprofil oder
Bildschirmfarbprofil des Ansichtsbildschirms beschrieben wird, zu überführen.
Man unterscheidet
-
den perceptiven Rendering Intent, auch als fotografischer
RI oder Fotometrik bezeichnet, in Corel falsch übersetzt mit Farbmetrik.
Für den Druck von Fotos
bisher gemeinhin als erste Wahl empfohlen, ganz besonders dann, wenn der
Quellfarbraum (Datei) deutlich größer als der Zielfarbraum (Druck) ist.
Es wird dabei
versucht, das Bild dem "natürlichen Sehempfinden" anzupassen.
Die Ursprungsfarben werden solange gleichmäßig zusammen gestaucht, auch
die, die primär innerhalb des Zielfarbraumes liegen, bis alle wiedergegeben
werden können. Das hat oft Tonwert-Veränderungen im gesamten Bild zur Folge.
Auffällig ist eine recht starke Reduzierung der Chroma-Werte, die Bilder
wirken oft recht blass aber insgesamt ausgewogen. Die Schatten werden dabei
angehoben und zwar immer, auch wenn alle Farben im Farbraum liegen
würden. Damit werden die Tiefen auf druckbare Werte gebracht (s.o.).
Der "perceptive Rendering Intent" ist auf jeden Fall keine
schlechte Wahl, manchmal sogar immer noch die beste, hat aber den Nachteil, daß
der
Farbrechner eventuell alle (!) Farbwerte des Bildes verfälscht. Außerdem fällt auf,
daß nicht die maximal mögliche Schwärzung erreicht wird, selbst wenn
RGB-Werte von 0,0,0 im Bild vorhanden sind! Die Schatten werden etwa 4
Einheiten L über den mindestens druckbaren Schwarzpunkt angehoben.
-
den colorimetrischen Rendering Intent, auch als
Farbmetrik (Achtung: in Corel Draw ist damit der fotografische =
fotometrische RI gemeint!!) bezeichnet.
Den colorimetrischen RI gibt es in zwei Varianten. Er ist die erste Wahl für gemischte Dokumente (Fotos und
Geschäftsgrafik) oder wenn der Bildschirm das Ausgabemedium darstellt.
Die
Farbwerte des Quellmediums, die innerhalb des Ziel-Farbraumes liegen, werden
NICHT geändert, die außerhalb liegenden Farbwerte auf kürzestem Wege auf
den Rand des Zielfarbraumes abgebildet - nahezu abgeschnitten, was einen Detailverlust dieser
Farbwerte zur Folge hat. Es kommt oft dazu, daß die Schatten (alle Werte
unter dem Schwarzpunkt des Druckmediums) gewaltig und "pechschwarz absaufen", besonders dann, wenn keine sog.
„Tiefenkompensation" durchgeführt wird. Dieses Problem ist umso gravierender, je kleiner der Zielfarbraum gegenüber
dem Ausgangsfarbraum ist!
Variante 1:
der relativ
colorimetrische Rendering Intent, auch relative
Farbmetrik genannt. Die Farbwerte von Ziel und Quelle werden außerdem
auf ihre jeweiligen Weißpunkte bezogen. Die meisten Farbexperten sagen, für 95% aller Bilder sei relative Farbmetrik der beste Rendering
Intent (zumindest mit Tiefenkompensation).
Vorteil: alle Farben innerhalb des Farbraumes werden
unverändert übernommen, bei manueller Tiefenkompensierung kann das Bild
auch so bearbeitet werden, daß dieses wirklich für nahezu alle, wenn im
Farbraum befindlich sogar alle Farben
gilt. Damit hat der Bearbeiter die Sache besser unter Kontrolle und
eigenmächtige Änderungen des Farbrechners wie beim perceptiven Rendering werden ausgeschlossen.
Wichtig:
Die Farbraum-Warnung bezieht sich meist auf diesen
Rendering Intent!
Variante 2: den absolut colorimetrischen RI (Absolute
Farbmetrik):
nur für Proofzwecke = Simulation von Druckprozessen eines anderen
Druckers, das Papierweiß wird mit berücksichtigt.
Als
dritte Form gibt es noch den Sättigungs-RI, dieser ist für Fotos
nicht sinnvoll, allenfalls bei Geschäftsgrafiken zu benutzen.
Der Rendering Intent kann in guten Bildverarbeitungs- und
Grafikprogrammen im Bereich der Ausgabeoptionen eingestellt werden.
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Bei
der Corel Draw Suite ab Version 10 kann zwischen dem Microsoft und dem Kodak
Farbrechner gewählt werden. Nach unseren neuesten Beobachtungen sollten Sie den
Kodak Farbrechner verwenden! Dieser bietet im Bereich des Papierweiß eine
korrekte Drucksimulation am Bildschirm und scheint außerdem mit Rendering
Intent "Relative Farbmetrik" eine minimale Tiefenkompensierung zu
besitzen, während beim Microsoft-Farbrechner die Farben außerhalb
des Farbraumes (besonders Schwarz) sehr scharf gekappt werden und dieses auch
sehr viel früher passiert.
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Bei Nutzung
des Windows ICM-Systems (Schalter "ICM" im Druckertreiber) wird für Fotos wahrscheinlich der fotografische
Rendering Intent genutzt.
Näheres dazu siehe
auch
Nun kann man Verschiedenes tun:
 | Man ignoriert die Gamut-Warnung, läßt alles wie es
ist und verwendet den RI Fotometrik = perceptiv.
Das Druckprofil und das im Profil
eingespeicherte Gamutverhalten
(siehe auch
Profile) mit dem gewählten Rendering Intent perceptiv passen die Farben automatisch an.
Es muß allerdings mit
verfälschten Farben im ganzen Bild gerechnet werden! Diese Verfälschung
kann wirklich alle Farben betreffen, auch die, die eigentlich
druckfähig wären! Es kommt zumeist zur Aufhellung und Entsättigung
aller Farben mit einem insgesamt aber durchaus ausgewogenen Eindruck.
Zusatzbemerkung: beim Rendering Intent "Perceptiv" hängt es
auch von den Einstellungen und Vorgaben bei der Profilerstellung ab,
wie das Bild zum Drucken aufbereitet wird. Dieser Rendering Intent ist
im Gegensatz zur "Relativen Farbmetrik" keinesfalls
"normiert". |
Es erledigt
also das Farbprofil das, was Sie von Hand mit den u. g. Maßnahmen evtl.
besser steuern können, besonders wenn es Ihnen auf bestimmte Bildpartien
ankommt oder sie einen bestimmten Bildeindruck erhalten wollen.
Abbildung:
Photoshop7 Profileinsatz und Tiefenkompensierung
Diese gibt es bisher nur in Photoshop. Wir haben diese inzwischen ausgiebig
getestet und frühere Beobachtungen bestätigten sich. Das hier beschriebene manuelle Verfahren
ist dieser "Tiefenkompensierung" deutlich überlegen. Die
Tiefenkompensierung ist allenfalls etwas für "Schnellschüsse".
Großformat-Einzeldrucke sollten NICHT mit dieser erstellt werden!
Bildbeispiele
dazu folgen in Kürze.
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Gut ist man dran, wenn man über eine Möglichkeit
verfügt, das Papierprofil näher unter die Lupe zu nehmen. Insbesondere ist
hier die Darstellung der LAB-Werte interessant. |

In diesem Fall würden alle Farben, die einen L-Wert unter ca.
30 haben, keinesfalls gedruckt. Auf diesen Wert, müssen also die Tiefen
mindestens angehoben werden, damit sie im Druck nicht zulaufen. Besser sind
3-4 Einheiten L darüber. Die L-Werte
werden in der Senkrechten (=Y-Achse) dargestellt. Auch ist keine Farbe heller
als L=95, das entspricht dem Papierweiß.
Auf der Horizontalen (x-Achse) dargestellt die Ausdehnungen
für die einzelnen Farben. Oben: gelb, grün, cyan, blau, magenta
(a-Werte=Rot/Grün), unten die b-Werte (=Blau/Gelb) für cyan, blau, magenta,
rot und gelb
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Als erstes versucht man zu ermitteln, wie hoch der Grad
der Farbabweichung ist, in dem man die oben beschriebene Druckersimulation
einschaltet. Achten Sie auch auf das kleine zweite Farbfeld im
Andockfenster Farbe (s.o.). |
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Im Zweifel empfiehlt es sich,
zwei Probedrucke anzufertigen. Einen perceptiv gerenderten aus der
unveränderten Datei und einen relativ farbmetrisch ausgegeben mit der
manuell bearbeiteten und angepaßten Datei-Kopie (s.u.).
Auch wenn man eventuell bei einem externen
Dienstleister dafür zahlen muß, ist das besonders bei großen
Ausdrucken auf Medien mit kleinem Farbraum durchaus sinnvoll. |
Bei RGB-Bildern besonders aus großen Farbräumen (z.B.
ECI-RGB=NTSC
1953, Gamma 1.8, 5000K) ist zu beachten, daß ein bestimmtes CMYK-Farbprofil für eine eventuelle Umwandlung in den sehr viel kleineren
Farbraum CMYK verwendet wird und auch
hier der Fall eintreten kann, daß manche oder alle Farben verfälscht werden. Hier ist im
Prinzip dasselbe gültig, wie oben beschrieben, am besten Änderung des
RGB-Bildes vor dem Konvertieren!
Die Maßnahmen zur Verkleinerung des
Farbraumes im Einzelnen:
Wir wollen die Gamut-Problematik hier an drei Bildbeispielen
verdeutlichen. Es gibt drei Möglichkeiten der manuellen Bearbeitung:
1. Die
RGB-Methode in zwei Varianten:
nach unseren neuesten Erfahrungen recht einfach in der
Anwendung und gut im Ergebnis.
Wenn Sie das beschriebene Vorgehen
bei Ihren eigenen Bildern anwenden: speichern Sie unbedingt eine Kopie des
Bildes vorher ab und lassen diese unangetastet!!
Wir beginnen mit dem einfachsten Verfahren.
Es soll ein Leinwandbild erstellt werden von einem Motiv, was
direkt gescannt wurde, ein Blumenstrauß mit leuchtenden Farben und starken
Dunkelheiten. Es lagen hier wirklich die Originalblumen auf dem Scanner.

Im Gegensatz zu Photoshop CS markiert Corel Photopaint (10
und folgende) mit der Farbraum-Warnung auch alle Tiefen, die bei relativ
farbmetrischem Rendering Intent nicht druckfähig wären. Also alle RGB-Werte
unterhalb von 32,32,32, sowohl Grauwerte als auch andere Farben. RGB 32
entspricht LAB 12,67. Eine Einheit L, welches von 0-100 reicht entspricht 2,55
Einheiten RGB, da die Werte dort von 0-255 gehen. Diese Werte muß man aus der
Profildarstellung ermitteln oder auf die Farbraum-Warnung vertrauen. Außerdem
werden markiert alle Farben mit zu hoher Sättigung.
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Sehr
wichtig: bei Photoshop CS wird nur bei Einstellung Rendering Intent = absolute
Farbmetrik korrekt die Farbraum-Warnung in den Grau- und Schwarzwerten
ausgewiesen. Sonst zeigt sie nur die zu hohe Sättigung an also
Überschreitungen der seitlichen Ausdehnung des Farbraumes. |

Schritt 1: Anheben aller Farben auf RGB
32, Schritt 2: Kurve wird bei den Mitteltönen 50% und 75%
Helligkeit wieder
auf die Ursprungswerte gesetzt, damit diese Farben sich nicht ändern. Im
Bereich 3 (25%) ist der Kurvenverlauf etwas Erfahrungssache und richtet
sich auch nach dem Motiv.
Die dunklen Bereiche werden zusammengeschoben. Wer das
nicht möchte, könnte gfs. auch die Kurve ganz gerade hochschieben,
würde damit aber viel mehr Farben ändern.
Im rechten Teilbild ist zu sehen, daß jetzt der
größte Teil des Bildes korrekt gedruckt werden könnte. Lediglich einige
Blüten sind noch zu hoch gesättigt und grün markiert.

Schön zu sehen: der Farbraum der
EPI-Leinwand mit Lack, Profil 11-04, tiefster L-Wert 12,67 = RGB 32. Das
rote Dreieck zeigt das Problem. Bei relativ farbmetrischen Rendering darf
die Datei keinerlei Farben enthalten, die unter RGB 32 liegen! Besser
wäre, die Tonwerte gfs. noch etwa 7-8 Einheiten RGB höher anzuheben. Das
hängt auch vom Motiv ab.

Als letzten Schritt wird nur für Rot die Sättigung auf -20
reduziert. Damit liegen zwar auch noch einige Bildteile außerhalb, allerdings
kann eine gewisse Überschreitung verkraftet werden. In Corel Photopaint 10 kann
man das im Farbauswahlfenster sehr schön sehen, eine Funktion, die bei
Photoshop leider fehlt.
Jetzt sollte dieses Bild unter einem extra Namen gespeichert
werden, z.B. mit dem Zusatz "rfm".
Ein Ausdruck mit Rendering "perceptiv" sollte nicht mehr erfolgen
sondern nur noch mit dem Rendering Intent "Relativ farbmetrisch". Zur
Wiederholung: das meint, die Weißpunkte des Bildes werden mit dem Weißpunkt
des Druckes zur Deckung gebracht, alle Tonwerte danach in Richtung Schwarz etwa
1:1 abgebildet.

Das obige Bild zeigt den Vergleich zwischen der für den
Leinwanddruck bearbeiteten Datei und dem Ursprungsbild (unten). Jetzt werden Sie
einwenden, das bearbeitete Bild sieht ja so schlecht und mau aus, das kann doch
nichts werden im Druck. Mit diesem Einwand lägen Sie aber vollkommen
falsch. Relativ farbmetrisch gedruckt und das ist
entscheidend wird das obere Bild nahezu so drucken wie das untere am
Bildschirm aussieht. Was visuell am Bildschirm eher dunkelgrau aussieht,
wird im Druck genauso schwarz werden wie die Tiefen im unteren Bild am
Bildschirm erscheinen. Vertrauen Sie der Farbraum-Warnung und dem
gemessenen Schwarzpunkt aus dem Druckprofil. Problemlose Ausdrucke und
Super-Ergebnisse werden Sie belohnen. Probieren Sie es mit Ihrem Drucker
zuhause aus.
Merke: ein Bild, welches in der Bildschirmansicht
sehr brillant aussieht, muß keinesfalls auch so drucken. Ganz im
Gegenteil!
Ein
weiteres Beispiel: Vorgehen ebenfalls in RGB.

Wir möchten dieses Foto von Arthur A. Keller
ausdrucken, es ist ein Scan von einem Kleinbild-Dia. Auf den ersten Blick sieht es ganz harmlos aus. Wer schon etwas
erfahrener ist, ahnt böses, der blaue Himmel wirkt besonders
links oben recht intensiv, auch die dunklen erdigen Töne links unten sind
kritisch.
Wir schalten die Farbraum-Warnung ein und erleben die böse
Überraschung, große Teile sind außerhalb des druckbaren Bereichs, hier für
EPI-Leinwand. In diesem grün markierten Zonen ist in jedem Fall mit
Farbveränderungen beim Ausdruck zu rechnen.
Im Bereich der Tiefen (RGB 0,0,0 bis ca. RGB
40,40,40 oder mehr je nach Medium wird die Gamutwarnung in jedem Fall
anschlagen, da kein Medium RGB 0,0,0 = LAB 0,0,0 unverändert wiedergeben kann.
Bei Hochglanzpapieren wäre allenfalls ein tiefster L-Wert von 5 erreichbar, der
bei ECI-RGB ca. RGB 13 entspricht.
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Wir beschreiben ein Vorgehen in Corel Photopaint (10). Prinzipiell ist
es auch in anderen Bildprogrammen sinngemäß möglich. Wir rufen das Menü
"Kontrastverbesserung" auf, wo ein Histogramm (Tonwertverteilung im Bild)
angezeigt wird. Die Farbraum-Warnung bleibt eingeschaltet.
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Bild oben: links das Original-Bild, rechts (3) die angepaßte Version.
Wir schieben den "Ausgabe-Bereich" so lange hoch, bis die
Gamut-Warnung im Bereich der Tiefen verschwindet. Wir geben möglichst weitere
7-11 Einheiten RGB ( entsprechend 3 - 4 Einheiten L) zu (1). Letzteres
verhindert "pechschwarze Inseln" im Bild. Gleichzeitig reduzieren wir den Gamma-Wert (4) von 1 auf einen
Wert, daß sich möglichst die Helligkeiten im Bild mit den bisherigen Werten
zur Deckung bringen lassen (2). Damit bleiben diese Farben später unverändert
im Druck! Die Gamutwarnung behalten wir dabei im Auge, es kann sinnvoll sein, das Gamma nicht zu weit zu reduzieren.
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Bild oben und unten: Das Ergebnis nach dieser manuellen
Tiefenkompensation: bis auf die linke obere Ecke alles im druckbaren Bereich.
Gemessen in Punkt (1) wird in (2) der dann druckbare Ton angezeigt und (3)
zeigt, wieweit der druckbare Ton vom tatsächlichen entfernt ist.
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Die Situation bleibt etwas unbefriedigend. Man könnte jetzt eine solche Stelle separat nachbearbeiten (Reduktion der Sättigung,
gfs. nur für bestimmte Farben (hier Cyan und Blau), Änderungen im Gammawert, der Helligkeit usw.).
Das erfordert aber viel Erfahrung.
Man könnte auch ohne weitere Bearbeitung mit dem Rendering Intent
"Relative Farbmetrik" das Bild ausdrucken, wobei die grün
markierten Bereiche farblich abweichen werden. Sofern es sich nicht um
bildwichtige Partien handelt, kann man gewisse Abweichungen von den druckbaren
Farben noch tolerieren. Im Zweifel empfiehlt sich ein kleiner Probedruck.
Vorteile dieses Verfahrens:
Farben im Bereich der Helligkeiten bis Mitteltöne werden 1:1
übernommen. Der Rest kann manuell beliebig gesteuert werden. Der Bildbearbeiter
ist eher Herr der Lage und nicht auf Gedeih und Verderb dem Farbrechner
ausgeliefert. Es kann eine recht genaue Vorhersage getroffen werden, wie das
Druckergebnis ausfällt und an welchen Stellen es gfs. zu Problemen kommen kann.
Nachteil: hoher Aufwand. Dafür wird man mit guten und
vorhersagbaren Druckergebnissen belohnt.
Die einfache Alternative ohne Bildbearbeitung:
Man druckt das unveränderte (!) Bild
mit Rendering Intent "perceptiv =
fotografisch". Unten dazu die Simulation, man sieht bereits eine Aufhellung
und Entsättigung aller Farben. Wichtig: dieser Rendering Intent ändert eventuell alle
(!!) Farben im Bild, auch die primär druckbaren und ist auch nicht
standardisiert. Jedes Programm und jeder Farbrechner kann hier andere Ergebnisse
liefern, je nach dem, was der Profil-Ersteller als Vorgaben in das Profil
geschrieben hat (Sättigung, Helligkeit, Gamutverhalten von hellen und
dunklen Farben usw.)
Bei
schwierigen Bildern kann es sehr sinnvoll sein, ein Muster sowohl perceptiv als
auch mit einer bearbeiteten Datei relativ farbmetrisch auszugeben und zu
vergleichen, was besser wird.
Als grobe Abschätzung, wie ein Druck ausfallen wird, könnte man auch das Bild
nach CMYK wandeln z.B. Farbraum Kodak SWOP coated = gestrichen. Was dann noch
auf dem Bildschirm an Farben zu sehen ist, wird im wesentlichen drucken. Beachten
Sie bitte, daß diese Wandlung ohne abzuspeichern direkt verwerfen müssen,
NICHT dagegen aus CMYK wieder nach RGB rückwandeln, das gibt massive
Farbverluste! |
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| Beachten Sie bitte, das diese bearbeitete Datei nur für
das entsprechende Papier / Druckmedium erstellt wird und daß
diese so bearbeiteten Dateien nur mit dem Rendering Intent "Relative
Farbmetrik", keinesfalls aber "perceptiv" gedruckt werden dürfen!
Führen Sie derartige Bearbeitungen nur an einer Kopie durch! |
Sofern Sie wenig Erfahrung in der Bildverarbeitung haben,
verwenden Sie gfs. besser den Rendering Intent "Perceptiv" und
überlassen die Arbeit dem Farbprofil oder schicken uns die unveränderte Datei
und wir erledigen den Rest.
Die Verwendung des relativ farbmetrischen Renderings
Intents im Druck hat den weiteren Vorteil, daß in gemischten Dokumenten (Foto
und Grafikelemente, Schriften) eine aus einem Foto entnommene Farbe, die z.B.
einer Schrift zugewiesen wurde, im Druck denselben Farbton ergibt, was bei
perceptivem Rendering der Fotos nicht der Fall wäre! Der perceptive Rendering
Intent ist auch nicht normiert und kann somit in jedem Bildprogramm und auch mit
jedem erstellten Farbprofil andere
Ergebnisse liefern.
Diskussion und Anmerkungen:
Diese Seite soll Ihnen Anregung sein für eigene Experimente,
die Problematik des Gamutverhaltens und kleiner Farbräume vermitteln und die
Tatsache erläutern, daß Bilder und
Drucke eben auf verschiedenen Medien nicht gleich aussehen können, es sei denn,
man einigt sich auf den kleinsten gemeinsamen Farbraum. Das kann normalerweise nicht Sinn
der Sache sein.
Die oben beschriebene RGB-Methode scheint nach unseren
Erfahrungen sehr gut zu funktionieren. Etwas Erfahrung erfordert die Frage,
wieweit man die Sättigung reduzieren muß. Hier sollte man es nicht
übertreiben. Besonders Teile, die nicht bildwichtig sind, können etwas aus dem
Farbraum herausragen. Bei bildwichtigen Partien ist allerdings Vorsicht geboten,
da schlimmstenfalls jegliche Farbdifferenzierung verloren geht, wenn
Farben zu weit außerhalb liegen.
Wir arbeiten lieber in Corel, weil dort diese Anpassungen
deutlich einfacher und transparenter durchzuführen sind. Bei Benutzung der
"Tiefenkompensierung" bei Photoshop braucht man diese nicht
durchzuführen. Unsere Erfahrungen damit waren allerdings gar nicht berauschend. Der
Vorteil des manuellen Verfahrens ist, daß es schlichtweg von Hand gesteuert
werden kann. Außerdem ist der Übergang von den Schatten in die Mitteltöne
sehr viel gleichmäßiger.
Es gibt auch Bilder, die perceptiv gerendert werden sollten.
Eventuell kann es sinnvoll sein, vor perceptivem Rendering die Sättigung
ganz oder nur für bestimmte Farben zu reduzieren.
Bei
Graustufen-Bildern: diese sollten möglichst in
16bit-Graustufen vorliegen (4096 Graustufen-Werte). Eine Wandlung nach LAB
kann entfallen. Die Tiefen-Korrektur kann einfach über die Funktion
Tonkurve erfolgen oder wie oben mittels Histogramm-Anpassung. Eine
Gamma-Korrektur ist erforderlich.
|
Wenn Sie Kunstwerke digital
erstellen oder Farben für den Druck auswählen, sollten Sie sich bei aller Kreativität
auch einen Blick für den Farbraum erhalten und sich vergegenwärtigen, daß
es wenig Sinn macht, intensivste Farben, z.B. aus dem Blaubereich
auszuwählen, die am Bildschirm ganz wunderbar kommen, aber leider wegen
Ihrer Lage im Farbraum so ziemlich auf keinem Medium ohne Farbverfälschung
druckfähig sind, weder im Offsetdruck noch auf Leinwand, oft selbst auf
Hochglanzpapieren mittels normalem Inkjetdrucker nicht.
Bilder, die am Bildschirm sehr brillant aussehen,
müssen noch lange nicht auch so drucken! |
Bei Druckaufträgen prüfen wir für Sie den besten Rendering
Intent und nehmen diese oben genannten Anpassungen für Sie vor. Als erfahrener
Benutzer können Sie dieses auch selbst erledigen, damit Sie vorab sehen
können, welche Farben im Druck Probleme bereiten werden. Wir stellen Ihnen auf Wunsch
auch unsere Profile zur Verfügung.
Bei einigen Motiven muß man sich leider zwischen zwei Übeln
entscheiden!
Besonders bei Großdrucken und Kunstwerken mit oft sehr
dunklen Farben ist die manuelle Anpassung vorteilhaft, auch wenn Sie im ersten
Moment etwas aufwendig und ungewohnt erscheint, weil damit die Zeichnung in den
Schatten deutlich verbessert wird.
Diese beschriebenen Verfahren funktionieren auch auf
jedem Tintendrucker für den Heimgebrauch. Gfs. muß der druckbare
Schwarzpunkt manuell ermittelt werden. Wir können jedem Fan der digitalen Bildausgabe nur raten,
diese Methoden zu testen und sich ein eigenes Urteil zu bilden.
Weitere Infos zum
farbrichtigen Arbeiten
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ICM-Profile
©
Kunsthaus Schwanheide,
Stand
22.12.08
Alle genannten Warenzeichen und Schutzmarken sind Eigentum der
jeweiligen Inhaber
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