zuzüglich evtl.
Versandkosten für das fertige Profil (auf CD-ROM inkl. Porto € 8,00, Versand per e-mail
kostenfrei)
Dazu kommen einmalig € 14,98 inkl. 19% MWST für die Zusendung
der nötigen Testdateien per mail und eine
bei der ersten Profilierung normalerweise nötigen telefonischen
Beratung über ca. 15 Minuten.
Sollte es bei der Profilerstellung wegen besonderer Umstände
zu weiteren aufwendigen (z.B. telefonischen) Beratungen des Kunden kommen, sind wir berechtigt, diesen Aufwand zusätzlich zu berechnen mit dem Stundensatz von
45,00 Euro (inkl. 19% MWST).
Einen Mehraufwand berechnen wir auch bei Profilen,
die auf bestimmte spezielle Anforderungen abgestimmt werden müssen und damit
über den Umfang eines Standardprofils hinausgehen oder wenn aufgrund schlechter
Vorlinearisierung des Druckers diverse Korrekturen (neue Profilvarianten) z.B.
in die Graubalance gerechnet werden müssen. Seit Prinect 5.1 kommt das sehr
selten vor! Eine geglättete Profilversion wird
gleich mitgeliefert, normalerweise liefert das TOP-Ergebnisse und
weitere Nachkorrekturen des
Profils sind überflüssig.
Neu: es sind jetzt auch "Mittelwert"-Profile
möglich, d.h. es können dadurch zwei RGB-Drucker gleichen Typs
aneinander angeglichen werden, so daß für beide Drucker nur ein Profil
verwendet wird. Dazu müssen aber beide Drucker vermessen werden, aus
den Daten wird dann ein neues Profil berechnet.
Preis: 2x RGB-Profil = plus
Aufschlag = Gesamt 85,00 inkl. 19% MWST

Abbildung (1): Beispiel eines ICM-Profils für einen Inkjetdrucker
ohne RIP auf Leinwand mit hochlichtechter Tinte
Links oben die Meßergebnisse der Testfelder (RGB), rechts
mitte die
Tonwertzunahme (Zuwachs), links unten und Mitte unten die Darstellung des
Farbraumes und ganz rechts oben die Graubalance (=Korrelat der Graufelder der 1.
Reihe) und der Farbraum im LAB-Modus.
Farbraum
unserer EPI-Leinwand
Untere Abbildung (2):
Profil eines Großformat-Druckers mit RIP,
CMYK-Testform, erkennt man an den
zusätzlichen Meßfeldern für den Schwarzaufbau. Neben einem massiven
Gelbgrünstich (siehe obere Reihe, Grauwerte) ergibt sich ein extrem großer
Farbraum, allerdings scheint hier ein Problem mit der Linearisierung
vorzuliegen, die Meßfelder für den Schwarzaufbau sind nahezu alle ziemlich
dunkel zugelaufen und der Zuwachs (Abbildung oben rechts) geht im Schwarz über
die Grenze des Meßbereichs hinaus und erreicht für Gelb ebenfalls 50 %. Hier
wäre an der Linearisierung des RIPs unbedingt noch zu arbeiten, da dieses
Profil nicht optimal wirken wird!

Vorgehen:
1. Sie haben kein separates RIP (Raster-Image-Prozessor,
Software- bzw. Hardware), also z.B. verwenden Sie einen „normalen"
kleinen Tintendrucker für den Hausgebrauch oder einen Großformatdrucker ohne
RIP.
Sie drucken die Testdatei am besten mit dem Programm, mit dem
Sie normalerweise Fotos ausdrucken ohne Profil aus.
Einzelheiten und Beispiele dazu siehe
Eventuell müssen Sie verschiedenen Papiereinstellungen des Treibers testen,
d.h. diesen Ausdruck mehrfach wiederholen. Sie beginnen zunächst mit der
vom Druckerhersteller für die Papiersorte vorgegebenen Einstellung. Für
Hochglanzpapier verwenden Sie z.B. die Einstellung "Hochglanzpapier"
oder Glossy-Paper o.ä.. Am besten drucken Sie das Blatt einfach auch mit
weiteren geeigneten Papiereinstellungen aus und senden uns dann alles zu, da wir
mehr Erfahrung in der Beurteilung haben.
Bei den verschiedenen
Einstellungen ändert sich meist der Zuwachs und man erreicht damit, daß der Farbauftrag von 0 - 100
einigermaßen stimmt (= einfache Linearisierung des Druckers). Wie die
Testform gedruckt in etwa aussehen sollte, sehen Sie bei den abgebildeten
Beispielen. Achten Sie auf ein sattes Cyan. Dort sieht man am besten, ob
wirklich der maximale Druckerfarbraum verwendet wird. Erhalten Sie ein
fahles, grünliches Cyan, druckt der Drucker in S-RGB. Dann stimmt etwas
nicht.
Seit Princet 5.1 ist die Vorlinearisierung
nicht mehr so kritisch. Im Ausnahmefall könnte im Profil der maximale Farbauftrag reduziert werden. Dazu muß aber auch die
entsprechende Testform (z.B. für 95%) ausgedruckt werden. Testformdateien für
einige gebräuchliche Reduktionen des Farbauftrages befinden sich ebenfalls auf der
CD-ROM.
Das Profil gilt streng genommen nur für die verwendete Auflösung (z.B. 720 x
1440 dpi) und das jeweilige Medium und die eingestellte Treiberanpassung. Möglicherweise können auch andere Auflösungen
oder Medien mit demselben Profil verwendet werden. Sie müssen testen,
ob die Abweichungen zumutbar sind.
Wir vermessen den Ausdruck und erstellen ein ICM - Profil in 2 Versionen
(Standard und geglättet) und senden
Ihnen dieses per e-mail (kostenfrei) oder CD-ROM zu (plus € 7,67 siehe oben).
Sie erhalten auch ein Bildschirmfoto des vermessenen Farbraumes.
Sie werden staunen, wie gut Ihr Drucker anschließend druckt.
Wichtig: Ein Profilauftrag umfaßt normalerweise keine
allgemeine Beratung bezüglich des Vorgehens und grundsätzlichen Arbeitens mit
Farben. Der Werkvertrag bezieht sich ausschließlich auf das Vermessen der
gedruckten Testform und Erstellung eines ICM-Profils nach üblichem Standard, so
wie es PrintOpen (Prinect) 5.1 liefert. Der Auftraggeber ist (trotz unserer Unterstützung)
allein dafür verantwortlich, ob die Auswahl der geeigneten Testform und die
Ausdrucke derselben korrekt erfolgt sind.
Wichtig: ein Inkjetdrucker ohne Software- oder Hardware-RIP
(=Raster-Image-Prozessor) - also nur mit dem „normalen Treiber" wird
üblicherweise in RGB angesteuert (auch wenn er mit Cyan,
Magenta, Yellow
und Black druckt) und benötigt daher ein RGB-Profil und
den Ausdruck der dazugehörigen RGB-Testform-Datei! Das dürfte die
meisten „kleinen" Inkjetdrucker für den Hausgebrauch betreffen, aber
auch Großformatdrucker, mit denen vorwiegend Bilder (also
Nicht-Postscript-Dateien) gedruckt werden, haben oft kein RIP.
2. Wenn Sie ein RIP verwenden, wird der Drucker meist (immer?) in
CMYK angesteuert und benötigt daher ein CMYK-Profil (Abbildung 2). Meist ist es auch so, daß
hier zunächst eine Grundlinearisierung erforderlich ist, die später von dem
RIP im Zusammenwirken mit dem Papierprofil eingesetzt wird. Profile für
RIPs sind immer für die Verwendung ohne RIP unbrauchbar, auch wenn es
sich um denselben Drucker handelt, weil sie auf bestimmten Voreinstellungen des
Rips beruhen, die ohne Rip nicht einstellbar sind.
Sie sollten vor dem Ausdruck der Testform-Datei eingehend die
Bedienungsanleitung / Hilfe des RIPs studieren, um festzustellen, wie Sie
gfs. eine Grundlinearisierung durchführen und welche
Einstellungen Sie zum Profilieren verwenden sollen.
Im Zweifel nehmen Sie mit uns oder dem Hersteller des RIPs Kontakt auf.
Wir haften nicht für
diesbezüglich falsch erstellte Profile und auch nicht für Profile, die durch
falsche Papierwahl im Treiber nicht optimal sind. (siehe auch Abbildung 2)!
3. Bei Laserdruckern gestaltet sich die Sache deswegen schwieriger, weil hier
(oft ist für Farblaser ein CMYK-Profil erforderlich) auch der Schwarzaufbau zu regeln ist und einige
Drucker die Steuerung desselben über ein externes Profil nicht zulassen. Evtl.
kann man ein CMY-Profil einsetzen und überläßt dem Farblaserdrucker den
Schwarzaufbau. Bei Profilwünschen von Farblaserdruckern bitten wir
um telefonische Rücksprache.
Unser ehemaliger HP 9500 HDN wurde mit dem PCL6-Treiber ohne
Postscript in RGB angesteuert und ließ sich wunderbar profilieren. Bei
Farblasern vor dem Ausdruck der Testform eine manuelle
"Farbkalibrierung" des Gerätes durchführen, wenn machbar.
Eventuell kann auch die Tonerdichte reguliert werden.
Manche Farblaser erlauben auch eine Korrektur der maximalen
Farbdichte je Farbkanal.
Noch einige Zusatzinfos über Profile:
Ein ICM-Profil beschreibt das Farbwiedergabe-Verhalten eines Ausgabe-Gerätes
(Druckers) und ermöglicht damit z.B. einem Bildverarbeitungsprogramm, bereits
am Bildschirm eine Vorhersage zu machen, wie das Bild gedruckt aussehen wird und
ob bei einigen Farben Probleme mit der korrekten Wiedergabe zu erwarten sind.
Dazu kann man in vielen Bildverarbeitungsprogrammen eine
Gamut-Warnung
(Gamut =
Farbraum) einschalten und solche Bereiche werden farbig markiert. In diesen
Bereichen wird bei der Druckausgabe versucht, die nicht druckfähigen Farben in
druckfähige umzurechnen (sog. Rendering Intent). Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die
für Fotos gebräuchlichste ist, daß auch die Nachbarfarben ein wenig angepaßt werden,
der ganze Farbraum wird also gewissermaßen gestaucht, damit er in den kleineren
Druckfarbraum paßt, umso stärker, je mehr
die Farben vom Rand des Farbraumes entfernt sind. Das kann Farbverfälschungen
in großen Teilen des Bildes oder im gesamten Bild nach sich ziehen. Diese
Methode wird als perceptiver oder auch fotografischer Rendering Intent
bezeichnet, in Corel Draw fälschlich auch als Farbmetrik bezeichnet (müßte
Photometrik heißen).
Weitere Rendering Intents: Relativ farbmetrisch, absolut
farbmetrisch und Sättigung.
Bei "relativ farbmetrisch" werden nur die Farben
angepaßt, die außerhalb des Farbraumes liegen. Diese werden auf die nächst
druckbare Farbe überführt. "Absolut farbmetrisch"ist im Prinzip so
ähnlich, kommt nur für Proofdrucke in Frage, wo das Papierweiß mit simuliert
werden soll,
Lesen Sie dazu bitte unbedingt die Seite
Gamutwarnung.
Das Verhalten von Farben, die beim Drucken außerhalb des Gamuts liegen, kann man
im Profil nur für den perceptiven Rendering Intent in gewisser
Weise einstellen. Bei hellen Farben (außerhalb des Farbraumes) gibt es die Option "Helligkeit
erhalten" oder "Kontrast erhalten", jeweils mit Werten von 1-5.
Bei dunklen Farben (außerhalb des Farbraumes) können diese von -5 bis +5 in der Helligkeit geändert
werden.
Außerdem kann für den gesamten Ausdruck und damit alle
Farben die Sättigung von -5 bis +5 geändert werden und die
Helligkeit der Grautöne des Ausdruckes von -5 bis +5.
Daneben gibt es noch weitere
Spezialeinstellungen, wie eine Meßwerte-Korrektur (Glättung), die
Berücksichtigung der Fluoreszenz des Papiers und das Papierweiß (wichtig bei
Simulationen).
Sie sehen: je nach Wahl dieser Parameter ist Profil nicht gleich Profil, selbst wenn
dieselben Meßwerte zugrunde liegen, ganz besonders bei perceptivem Rendering!
Ein CMYK-Farbprofil z.B. für einen Postscript-Farblaserdrucker
(z.B. Epson Aculaser 8500) bewirkt NICHT zwangsläufig die Korrektur von
vorhandenen CMYK-Daten
(CMYK-Bildern)!
Es steuert lediglich die Umwandlung von RGB-Daten nach CMYK oder definiert den
CMYK-Farbraum, wenn Bilder im Programm von RGB nach CMYK gewandlet werden.
Sollte also Ihr
Postscript-Farblaser generell falsch drucken, so kann allenfalls dann eine
Korrektur erreicht werden, wenn die Bilder oder Grafikelemente aus dem Programm
als RGB-Daten zum Drucker geschickt werden können (z.B. aus Corel Draw/PhotoPaint)
da nur diese Bilder von einem Farbprofil erfaßt werden. CMYK-Bilder werden
(jedenfalls aus Corel) wegen der postscript-eigenen Farbkorrektur unverändert zum Drucker geschickt
und vom Profil nicht beeinflußt.
Die Ausgabe von CMYK-Bildern für einen Farblaser-Drucker
kann lediglich mit einem RIP über Profile, die Verkettung von Profilen
(Linkprofil) bzw. eine zusätzliche Vor- bzw. auch
Nachlinearisierung gesteuert werden. Oft drucken Farblaser zu dunkel aus!
Weitere Infos zum
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Stand 30.11.08
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