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Verwendung von  ICM-Profilen zum Drucken
und Bearbeiten von Dateien und Bildern in ...

Adobe Photoshop 7

Corel 10/11/12/13

Imaging for Windows

Testen fertiger Drucker-Profile

In Photoshop 7® ist zu bedenken: bezüglich des Anzeigefarbraumes verwendet das Programm das Bildschirm-Profil, welches in der Windows-Farbverwaltung (beim Mac wahrscheinlich unter Colorsync) für den Monitor standardmäßig zugewiesen wurde. Eine Auswahl in Photoshop selbst ist nicht möglich. Das gilt auch für weitere Produkte von Adobe!

bulletDer RGB-Arbeitsfarbraum (in diesem Farbraum liegen die Daten vor, auch als Quellfarbraum bezeichnet) wird so eingestellt:

rgb_arbeitsfarbraum_einstellung.jpg (87042 Byte)

bulletProof (Bildschirm-Druckersimulation) einrichten, d.h. der Bildschirm zeigt an, wie der Drucker drucken wird. Vorher müssen Sie das neue Profil in das korrekte Verzeichnis kopiert haben, s.u..

proof_einrichten.jpg (112200 Byte)  proof_einrichten2.jpg (135605 Byte)

Geben Sie dann das gewünschte Profil an, RGB oder CMYK-Drucker.

bulletSie kopieren das in folgendes Verzeichnis (Beispiel für Windows XP®, kann in anderen Versionen abweichen)

profilverzeichnis.jpg (95404 Byte)

 

bulletMit Profil drucken aus Photoshop 7®:

profilverwendung.jpg (101975 Byte)

Bei Photoshop 7 kann  gewählt werden, was beim Öffnen von Dateien ohne Profil erfolgen soll. Dieses Häkchen unbedingt aktivieren, sonst wird die Datei NICHT konvertiert und auch keine Meldung ausgegeben, das Bild würde im falschen Farbraum geöffnet und falsch gedruckt!

Beim Drucker im Normalfall "Keine Farbabstimmung" einschalten. 

bulletAuf keinen Fall ICM-Korrekur einschalten.

Diesen Schalter verwenden Sie nur, wenn Sie ein spezielles Profil für WINDOWS-ICM bestellt haben. Dann wird das Profil in Photoshop abgeschaltet (Drucker wie Quelle). Das Profil muß dem Drucker in der Drucker-Farbverwaltung zugewiesen werden.

Der Farbraum verkleinert sich auf sRGB!!

bullet Einsatz in Corel 10:

corel10_farbmanagement.jpg (57408 Byte)corel_profilaktivierung.jpg (32493 Byte)

Ganz wichtig: Das Profil unter den Farbkreisen ist der RGB-Arbeitsfarbraum!

Achtung Fallstricke der Farbverwaltung bei Corel 10 und folgende Versionen:

Farbverwaltung in Corel, Import und Export von Dateien, Farbprofile einbetten

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Unter Punkt 7. wird der Arbeitsfarbraum = internes RGB-Profil eingestellt, hier sollte im Normalfall Internal-Standard-RGB stehen. Nur Fortgeschrittene, die wissen, was sie tun, sollten einen abweichenden RGB-Farbraum verwenden, z.B. Adobe-RGB oder ECI-RGB oder Lstar-RGB oder viele andere. Diese Einstellung beeinflußt unmittelbar die Darstellung und Wiedergabe von Dateien.

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Bei 8. sollte der Bildschirmfarbraum auftauchen, Herstellerprofil oder selbst gemessen. Diese Angabe beeinflußt nur die Monitor-Wiedergabe der Datei, nicht aber deren Inhalt. Es wird versucht, den Arbeitsfarbraum in den Monitorfarbraum abzubilden, wenn der rote senkrechte Pfeil (9.) aktiv ist.

bullet

Ganz wichtig sind die Einstellungen des erweiterten Import-/Export-Menüs, der sich bei Klick auf die Papierbögen öffnet. Hier können schwerwiegende Fehler gemacht werden, weswegen wir dieses Menü im Einzelnen vorstellen wollen.

Vorbemerkung: gleiche RGB-Werte in verschiedenen RGB-Farbräumen liefern nicht dieselben Farben oder anders herum: dieselbe Farbe in verschiedenen Farbräumen hat nicht dieselben RGB-Werte!
Das hat zur Folge, daß ein Bild welches in einem falschen Farbraum geöffnet wird und nicht in diesem konvertiert wird, falsch angezeigt und gedruckt würde. Dann wären nämlich die RGB-Werte gleich aber die Farben verschieden. Beim Konvertieren werden die RGB-Werte geändert, so daß die Farben in Druck und (monitorkompensierter) Anzeige gleich bleiben. Alles klar?
Achten sie daher bei Weitergabe von Daten von einem Programm zu einem anderen oder von der Digital-Kamera ins Bildprogramm darauf, daß die Farbräume konstant bleiben oder die Bilder eben konvertiert werden müssen. Office - Anwendungen arbeiten z.B. immer in Standard-RGB.


Beim Öffnen von RGB-Dateien können drei Fälle auftreten:
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A. Der Farbraum, aus dem die Datei stammt, ist unbekannt, es ist kein Farbprofil eingelagert, das den vorliegenden Farbraum beschreibt. Das ist ganz schlecht.

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B. Es ist kein Farbprofil eingelagert, das den vorliegenden Farbraum beschreibt, aber der Farbraum ist bekannt oder sehr wahrscheinlich. Schon besser.

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C. Es ist ein Farbprofil eingelagert, das den vorliegenden Farbraum beschreibt. So sollte es sein.

Importieren:  meint Importieren oder Öffnen der Datei.

Ist die Einstellung 1 aktiv, schaut Corel, ob ein Profil eingelagert ist. Dann wird bei jedem Öffnen mit diesem als Ausgangsfarbraum eine Umwandlung des Bildes in den Zielfarbraum, nämlich den internen RGB-Farbraum vorgenommen. Die Farben sollten dabei identisch bleiben, die RGB-Werte aber ändern sich.

Wenn kein Profil eingebettet ist, kommt das ausgewählte Profil als Ausgangsfarbraumprofil zum Tragen. Dieses wird anstelle des eingelagerten verwendet. Im Zweifel sollte man hier s-RGB einstellen. Ist die Quelle unbekannt bzw. eben nicht s-RGB, kann diese Einstellung aber zu vollkommen falschen Farben führen.

Die Gefahr dieser Einstellung ist: man speichert z.B. ein Bild ohne Profil ab und öffnet es erneut. Es hat dann kein Profil und würde erneut diese Konversion durchlaufen mit je nach Einstellung eventuell fatalen Konsequenzen. Es gibt keine Warnmeldung dazu! Daher ist das eine eher gefährliche Einstellung!

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Zu Punkt 2: "Immer konvertieren mit"
Hier soll das Profil des Farbraumes auftauchen, aus dem die Daten stammen (nicht der Zielfarbraum!), im Zweifel also sRGB. Bei Wahl eines falschen Farbraumes wird die Konversion falsch. Ist das Profil mit dem Arbeitsfarbraum identisch, wird sich keine Änderung zeigen, das wäre aber auch sinnlos.
Achtung: die Konversion erfolgt immer, auch wenn ein anderes Profil im Bild eingelagert ist und bei jedem Öffnen erneut. Die sicherste Art, sein Bild zu ruinieren! Äußerst gefährlich für die Daten.

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Punkt 3: "eingebettete Profile ignorieren"
Hier ist zu beachten, daß ein Bild farblich zunächst falsch dargestellt werden kann z.B. übersättigt, wenn es in einem abweichenden Farbraum geöffnet wird. Der Benutzer muß die Farben am Bildschirm beurteilen und gfs. mittels Funktion "Modus - ICC-Profil zuweisen" eine Konversion von Hand durchführen, wobei Corel unter diesem Menüpunkt versteht: Profil zuweisen (das meint den Ausgangsfarbraum festlegen) und vom zugewiesenen Profil in den internen Farbraum (=Zielfarbraum) konvertieren. Vorteil: man sieht sofort, daß sich im Bild die Farben (von falsch nach richtig) ändern und kann gfs. auch verschiedene Profile testen. Ist ein Profil im Bild eingelagert, kann es beim Öffnen extrahiert werden und dann kann mit diesem Profil konvertiert werden. Außerdem werden ungefragt keine Konvertierungen durchgeführt. Sehr sichere Einstellung, verlangt aber Disziplin (man darf das Konvertieren nicht vergessen!) und nervt ein wenig wegen der von Hand nötigen Konvertierungen.

Export (Speichern und Ausgabe als PDF in RGB) von Dateien und Bildern (Einstellungen 4-6)

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Einstellung 4: Internes Profil einbetten: diese ist ok und wird von uns empfohlen.

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Punkt 5: "immer einbetten mit..." Gefährliche Einstellung, sehr leicht kann ein falsches Profil eingebettet werden, was beim nächsten Öffnen besonders in Verbindung mit Einstellung 1 zu unbrauchbaren Bildern führen kann.

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6. Keine Profile einbetten: nicht empfohlen, man weiß danach nicht mehr sicher, aus welchem Farbraum die Datei stammt. Im Bild vor dem Öffnen vorhandene Profile werden entfernt! Danach hat man bei einem Fremdbild keine Möglichkeit mehr, festzustellen, aus welchem Farbraum es eigentlich stammte, eine sehr fiese Falle.

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Achtung, wichtig: nicht möglich ist in Corel ein Workflow wie in Photoshop, nämlich einen vom internen RGB abweichenden Arbeitsfarbraum zu verwenden, in dem ein Bild mit eingelagertem Profil durch den Workflow geschleust wird und mit dem Ursprungsprofil wieder korrekt gespeichert wird. Das geht in Corel derzeit nicht!

Unsere Empfehlung für die EInstellung des Corel Import/Export-Dialogs

Entweder Sie verwenden die Kombination 1 und 4 oder 3 und 4. Alle weiteren sollten vermieden oder Spezialfällen vorbehalten bleiben.

Weitere Empfehlungen

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Beim Öffnen werden CMYK-Bilder OHNE Profil je nach eingestelltem Auszugsdruckerprofil und Rendering-Intent anders angezeigt und interpretiert! Das ist eine mit den RGB-Farbräumen vergleichbare Problematik!

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Achtung: Bei Einstellung Rendering Intent "perzeptiv=fotografisch" im Farbrechner wird der Farbraum bei Wandlung von CMYK nach RGB bis hin zu RGB 0 voll ausgereizt, die Tonwerte eher gespreizt, bei "relativ farbmetrisch"  wird der Kontrastumfang reduziert. Für späteren Druck ist daher die Einstellung "relativ farbmetrisch" vorzuziehen.

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Bei der Ausgabe wirken Profile in Corel nur auf RGB-Dateien, weder auf CMYK noch auf Graustufen-Bilder!

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Zumindest wir haben die Beobachtung gemacht, daß die automatische Profilzuweisung bei Verwendung mehrerer Drucker in Version 10 dazu führt, daß zwar die korrekten Profile gewählt werden, aber schlicht überhaupt nicht arbeiten. 

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Wir empfehlen unbedingt den KODAK-Farbrechner zu verwenden. Dieser hat eine Art "eingebaute Tiefenkompensierung", so daß selbst bei relativ farbmetrischem Rendering ohne Tiefenanpassung die Ergebnisse in den Tiefen noch ganz brauchbar sind. Wir empfehlen aber für optimale Ergebnisse eine manuelle Anpassung der Bilder. Näheres siehe hier

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In Corel 11, 12, 13 ist zumindest bei uns die Gamutwarnung mit dem Kodak Farbrechner völlig falsch und unbrauchbar wenn man von sRGB abweichende Arbeitsfarbräume verwendet. Zur Anzeige auf Microsoft umschalten und gfs. nur den Ausdruck mit Kodak erledigen. Ein sehr ärgerlicher Fehler!

Dieses obige Menü erhalten Sie bei Klick auf einen Drucker in der Corel Farbverwaltung. Im Zweifel verwenden Sie die obigen Einstellungen, wenn Sie den Eindruck haben, die Profile seien nicht aktiv. Achten Sie auch darauf, ob das Profil in der Druckvorschau unter „Sonstiges" als aktiv angeklickt ist (s.o.) und das die Daten als RGB auf den Drucker geschickt werden (ohne RIP).

Merke: Der Umgang mit Profilen in Corel Version 10, 11, 12, 13 verlangt höchste Aufmerksamkeit!

Beachten Sie unbedingt den eingestellten Farbrechner und Rendering Intent!

bullet Imaging for Windows®

Ein weithin eher unbekanntes, zumindest leicht eingeschränkt Farbmanagement-fähiges Programm ist das mit MS-Windows® mitgelieferte Programm Imaging®.

Es kann Druckfarbprofile verwenden, sogar eine Simulation eines anderen Druckers. Nicht möglich ist allerdings, den Arbeitsfarbraum aktiv zu wechseln, der standardmäßig wohl sRGB beinhaltet.

Es können auch die Rendering Intents Farbmetrik = perceptiv, Relative Farbmetrik, Sättigung (nur für Grafiken verwenden, nicht für Bilder) und Absolute Farbmetrik (nur für Simulationen!) gewählt werden.

Wenn das Bild bereits ein eingelagertes Profil beinhaltet, scheint es so zu sein, daß dieses auch beim Ausdruck und zur Anzeige verwendet wird, vermutlich ohne Konversion. Hier bitte aufpassen. 

image_farbverwaltung.jpg (199416 Byte)

bulletTesten fertiger Profile (für Profil-Aufträge)

Nach dem Zugang für Sie erstellter Profile müssen Sie diese testen. dazu ist es sinnvoll, standardisierte Bilder auszudrucken, die wir Ihnen mit dem Profil zusenden.

Bedenken Sie vorher, in welchem Arbeitsfarbraum Sie arbeiten. Das Bild muß dazu passen oder beim Öffnen dorthin konvertiert werden! Ein sRGB-Bild in ECI-RGB geöffnet wird z.B. massiv zu gesättigt ausgedruckt, ein ECI-Bild in SRGB geöffnet, umgekehrt entsättigt gedruckt.

Verwenden Sie zum Drucken das vermessene Papier und drucken mit gleicher Auflösung und Druckereinstellung wie die vermessene Testform aus aber unter Verwendung des neuen Drucker-Profils.

Verwenden Sie mindestens die Rendering Intents „perceptiv (Farbmetrik)" und „Relative Farbmetrik", wenn vorhanden mit allen Farbrechnern. Die Drucke schicken Sie uns zur Beurteilung zu oder bewerten Sie selbst.

Weitere Infos zum farbrichtigen Arbeiten

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Stand 30.11.08
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