Voraussetzung
ist, daß Ihr Drucker einen so großen Farbraum hat, daß der
Leinwand-Farbraum möglichst vollständig abgedeckt wird. Normalerweise
sollte das auf Hochglanzpapier aber kein Problem sein.
Das
Ergebnis nehmen wir hier vorweg: Plötzlich druckt Ihr Tintendrucker so
wie unsere Leinwand. Visuell ergibt sich eine sehr gute Übereinstimung,
selbst der Leinwand-Grundton wird recht gut getroffen.
Oberes
Teilbild: Ausdruck auf Epson 985, profiliert, darunter: unser
Leinwanddruck mit Epson 9000 und Profil. Dieser Proof entstand auf
unserem Farbseminar am 12. und 13.2.2005. Die Teilnehmerin ist nun in
der Lage, mit ihrem profilierten Tintendrucker zuhause unsere
Leinwand-Druckergebnisse (mit dem deutlich kleineren Farbraum) perfekt
vorherzusagen. Überraschungen wird es nicht mehr geben.

Vorgehen
und Details:

Sie
drucken eine Testdatei aus mit 135 Meßwerten, die Sie von uns erhalten.
Dann
wird diese Datei von uns spektralphotometrisch vermessen und wir
berechnen mittels der Profilsoftware Prinect 5.1 (Heidelberg) ein ICC-Druckerprofil für IHREN Tintendrucker und schicken
Ihnen UNSER Leinwanddruckprofil. Beide kopieren Sie in das
Photoshop-Profilverzeichnis, das Leinwanddruckprofil in das
Unterverzeichnis Recommended.
Danach
können sie nach einem Neustart in Photoshop das Leinwand-Profil als
Proofprofil einrichten. Ihr Druckprofil wird bei der Ausgabe aktiv als
Druckprofil für die Quelle, also für Ihren Drucker. Ganz wichtig:
als Rendering Intent (Wiedergabe-Absicht) schalten Sie auf ABSOLUTE
Farbmetrik, d.h. die Farbräume werden 1:1 aufeinander abgebildet.
Bildschirm-Fotos
folgen demnächst.
Das Ergebnis
sehen Sie oben: Außenrand der Kästchen = Farben des Epson 985-Tintendruckers auf Hochglanzpapier, innen unsere Leinwand mit Epson
9000 und Pigmenttinte von European Ink, lackiert mit UV-Schutzlack
hochglanz.
Die
weiteren Abbildungen zeigen den Vergleich der beiden Farbräume im
Detail.




Bild
unten: zum Vergleich ein Kundendrucker, bei dem die Simulation nicht
funktionieren wird. Leider hat das ausgewählte Hochglanzpapier einen
Weißpunkt, der deutlich unter dem von Leinwand liegt, also nicht so
weiß ist. Damit ragt ein großer Teil des auf Leinwand druckbaren
Farbraumes (rot dargestellt) nach oben aus dem Tintendruckerfarbraum
(blau) heraus und würde damit falsch simuliert. Insgesamt ist der
Kundendrucker-Farbraum mit 448.451 Kubik-Delta-E deutlich größer als
Leinwand EPI mit 337.359 Kubik-Delta-E.
Dieses
Bild zeigt sehr schön, daß die Leinwand EPI besonders in den hellen
Tönen doch einen recht großen Farbraum hat, der manches
Hochglanzpapier massiv in den Schatten stellt. Auch in den Tiefen wird
ein vergleichbares Ergebnis erreicht.

Weitere Infos zum
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Stand 30.11.08
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